Über seine Freizeit erzählt Kress nicht viel und erklärt das dadurch, dass nach dem Arbeitstag, der 14-16 Stunden daürt, bleibt es nicht so viel Zeit für die Freizeitbeschaftigungen übrig. Zu seinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen gehören:Schilaufen, Lesen und Singen im Familien- und Freundeskreis.
Merkwürdigerweise hat Viktor Kress keine Datsche. Am Wochenende und an Feiertagen fährt er mit seiner Familie auf dem Lande, zu seinen Schwiegereltern ins Dorf, wo er früher als Direktor des Staatsguts arbeitete. Hier arbeitet er im Gemüsgarten, hilft den Schwiegereltern im Haushalt.
«Es gibt Arbeiten, die nur ich mache. Zum Beispiel das Kappen der Tomaten- weder die Schwiegermutter noch die Frau kennen sich darin aus. Und einige feine Arbeiten, zum Beispiel, Kopfdüngung - das mache nur ich.» Die Zeit ist natürlich sehr knapp, sagt Viktor Melchiorowitsch, aber es gelingt doch drei-vier Stunden am Wochenende zu erübrigen. «Noch im Auto beginne ich, Arbeitskleidung anzuziehen, um alles zu schaffen »
In der Jugendzeit trieb Kress Schwerathletik, spielte Gitarre und sang. Später hörte er mit der Schwerathletik und mit dem Gitarrespielen auf, aber singen mag er, nach wie zuvor. Er kennt viele Lieder, besonders Volkslieder.
Viktor Kress hat noch ein heimliches Hobby. Dieses Hobby hat er von der Jugendzeit, das aber vervollkommnet wurde - das ist sein kulinarisches Können. Zu Hause, wenn er Zeit hat, kann der Gouverneur am Herd stehen und seine Familie mit etwas Besonderem, mit seinen eigenen Spazialitäten verwöhnen.
Man sagt, dass bei der Fischzubereitung er unter den Gouverneuren Russlands nicht seinesgleichen hat.